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§ 59 VgV

Berechnung von Lebenszykluskosten

Materialien zu § 59 VgV

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OpenLex KI-Kommentar VgV
Stand: 2026

KI-Kommentierung zu § 59

A. Regelungszweck und Bedeutung

§ 59 erlaubt Lebenszykluskosten als Zuschlagsmaßstab und verlangt transparente, objektiv nachprüfbare Daten und Methoden einschließlich externer Umweltkosten.

Die Norm gehört zum Unternehmens-, Eignungs-, Einreichungs-, Prüfungs- oder Zuschlagsabschnitt der VgV und konkretisiert die Auswahl des Vertragspartners.

B. Tatbestand und Anwendungsbereich

Berechnung darf Anschaffung, Nutzung, Wartung, Ende und monetarisierbare Umweltwirkungen erfassen; Methode und benötigte Daten müssen in Unterlagen stehen.

Der amtliche Normtext enthält 4 ausdrücklich nummerierte Absätze und 8 nummerierte Tatbestands- oder Regelungspunkte. Für die Anwendung sind die einzelnen Voraussetzungen nach Wortlaut, Zweck und ihrem Verhältnis zueinander getrennt festzustellen; Überschrift oder pauschale Einordnung ersetzen diese Prüfung nicht.

C. Rechtsfolgen und Entscheidungsspielraum

Wirtschaftlichkeit kann über den Einkaufspreis hinaus langfristige Kosten abbilden und unionsweit verpflichtende Methoden müssen verwendet werden.

Der Wortlaut verbindet gebundene Anforderungen, gesetzlich eröffnete Entscheidungs- oder Gestaltungsspielräume. Gebundene Rechtsfolgen sind bei erfülltem Tatbestand umzusetzen. Soweit Ermessen oder Beurteilung eröffnet ist, bleiben Gleichbehandlung, Transparenz und Verhältnismäßigkeit verbindliche Grenzen.

D. Systematische Bezüge

Die Vorschrift enthält keine dominierenden ausdrücklichen Paragraphenverweisungen; ihr Inhalt ist dennoch im systematischen Zusammenhang des Regelungsabschnitts auszulegen.

Die Norm gehört zum Unternehmens-, Eignungs-, Einreichungs-, Prüfungs- oder Zuschlagsabschnitt der VgV und konkretisiert die Auswahl des Vertragspartners.

E. Auslegung und typische Abgrenzungen

Nicht belegbare Annahmen, bieterspezifisch unterschiedliche Datenbasis oder nicht monetarisierbare externe Kosten dürfen die Rangfolge nicht willkürlich beeinflussen.

Ausnahmevoraussetzungen sind konkret zu belegen; Regelbegriffe dürfen weder schematisch verengt noch aus Zweckmäßigkeit erweitert werden. Maßgeblich bleiben der tatsächlich gewählte Verfahrensablauf und seine wirtschaftliche Wirkung, nicht allein die verwendete Bezeichnung.

F. Verfahren, Nachweise und Dokumentation

Systemgrenze, Nutzungsdauer, Mengen, Energiepreise, Diskontierung, Restwert, Datenquellen und Sensitivität vorab definieren und Berechnungsmodell testen.

Kriterien, Nachweise, Kommunikation, Eingänge, Prüfung, Nachforderung, Ausschluss, Wertung und Entscheidung sind für jedes Unternehmen nachvollziehbar und geheimnisgerecht zu dokumentieren. Bei Entscheidungen mit Außenwirkung sind betroffene Unternehmen anzuhören oder zu unterrichten, soweit die jeweils anwendbaren Vorschriften dies verlangen; vertrauliche Informationen bleiben geschützt.

G. Fehlerfolgen und Rechtsschutz

Verstöße betreffen regelmäßig subjektive Bieterrechte und können vor Zuschlag zur Wiederholung von Auswahl, Prüfung oder Wertung führen; nach Zuschlag kommen Schadensersatz und besondere GWB-Folgen in Betracht.

Ein Verstoß führt nicht ohne Prüfung automatisch zur Unwirksamkeit sämtlicher Schritte. Entscheidend sind Schutzzweck, Einfluss auf Wettbewerb oder Entscheidung und die Möglichkeit einer wirksamen Korrektur. Tragende Gründe dürfen nicht erst nachträglich erfunden werden.

H. Praxisschema

Prüffolge:\n\n1. Anwendungsbereich und Normadressat bestimmen.\n2. Berechnung darf Anschaffung, Nutzung, Wartung, Ende und monetarisierbare Umweltwirkungen erfassen; Methode und benötigte Daten müssen in Unterlagen stehen prüfen.\n3.

Nicht belegbare Annahmen, bieterspezifisch unterschiedliche Datenbasis oder nicht monetarisierbare externe Kosten dürfen die Rangfolge nicht willkürlich beeinflussen besonders abgrenzen.\n4. Systemgrenze, Nutzungsdauer, Mengen, Energiepreise, Diskontierung, Restwert, Datenquellen und Sensitivität vorab definieren und Berechnungsmodell testen umsetzen.\n5. Entscheidung, Tatsachengrundlage und systematische Bezüge vollständig dokumentieren.\n\nIm Ergebnis ist § 59 so anzuwenden, dass der von der Norm geschützte Wettbewerb und die jeweils betroffenen Verfahrensrechte praktisch wirksam bleiben.

Quelle: OpenLex KI-Kommentar VgV

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