Nachhaltigkeitsleitfaden HH
4.2 Relevante Gütezeichen und weitere Informationsquellen – PDF-Seite 158
Lebensmittel und Kantinen- sowie Cateringleistungen
66 – Anhang I
Fairtrade
Bio-Stadt Hamburg
1Für das Fairtrade-Siegel müssen Kleinbauernorganisationen, Plantagen und Unternehmen entlang der gesamten Wertschöp fungskette das Regelwerk der Fairtrade-Standards einhalten.2Ziel ist es, das Handeln langfristig zu verändern.3Das Regelwerk umfasst soziale, ökologische und ökonomische Kriterien, um eine nachhaltige Entwicklung der Produzentenorganisationen in den Entwicklungs- und Schwellenländern zu gewährleisten.4Die Fairtrade-Standards beziehen sich dabei unter anderem auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und eine Vielzahl inter nationaler Abkommen und bringen diese in die Form konkreter, überprüfbarer Kriterien.
1Hamburg ist seit 2016 Mitglied des Netzwerkes Bio-Städte.2In diesem Kontext setzt Hamburg Impulse in den folgenden Bereichen:
• Förderung des ökologischen Landbaus (durch Wissenstrans fer, Betriebschecks und Umstellungsberatung)
• Verstärkter Einsatz von ökologischen Produkten in den Bereichen Schulverpflegung, Verpflegung in öffentlichen Einrichtungen und in der Beschaffung der öffentlichen Ver waltung
• Stärkung der Vernetzung und Zusammenarbeit von Wirt schaftsakteuren der Erzeugung und Gemeinschaftsverpfle gung, Förderung von Absatzgemeinschaften
1Damit Lebensmittel als „Fairtrade“ gelten, müssen mindestens 80 Prozent der Inhaltsstoffe zertifiziert sein.2Bei Kosmetik und Textilien müssen es 70 Prozent sein.
• Verbraucherinformation und Öffentlichkeitsarbeit
Insbesondere soll übergreifend der Anteil an Biolebensmitteln mit einer entsprechenden Auszeichnung gemäß Öko-Basisver ordnung (VO (EU) 2018/848)72 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen erhöht werden.
Darüber hinaus gibt es weitere Siegel, die im Fair-Trade-Kontext berücksichtigt werden können – wie GEPA El Puente, BanaFair, fair for life, Hand in Hand von Rapunzel, Naturland Fair, WFTO und Símbolo de Pequeños Productores (SPP).
72 Verordnung (EU) 2018/848 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2018 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeug nissen sowie zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates.