Nachhaltigkeitsleitfaden HH
5.8 Berücksichtigung von gemeinwohlorientierten Unternehmen – PDF-Seite 84
84 – Anforderungen an die soziale Nachhaltigkeit
1arbeitslose) als Auftragsausführungsbedingung formulieren90.2Das heißt: Der Auftragnehmende wird verpflichtet, bei der Aus führung dieses Auftrags einen bestimmten Prozentsatz oder eine bestimmte Anzahl von Menschen mit Behinderungen oder be nachteiligten Personen einzusetzen (und dies durch entsprechende Nachweise zu dokumentieren).3Eine geeignete Formulierung für die entsprechenden Ausführungsbedingungen wäre zum Beispiel:
1werkstätten: Verzeichnis anerkannter Werkstätten für be hinderte Menschen der Bundesagentur für Arbeit.2Weitere Informationen bietet REHADAT des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V..
• Inklusionsbetriebe: REHADAT bietet ein Verzeichnis aller Inklusionsbetriebe in Deutschland und eine Recherche funktion.
Der Anbietende verpflichtet sich im Rahmen der Auftragsausführung, mindestens X Prozent der Arbeiten durch Menschen mit Behinde rungen/benachteiligte Personen durchführen zu lassen, es sei denn, solche stehen ihm nachweislich nicht zur Verfügung.
15.8 BERÜCKSICHTIGUNG VON GEMEINWOHLORIENTIERTEN UNTERNEHMEN Es gibt in Deutschland eine wachsende Zahl von Unternehmen, die als gemeinwohlorientierte Unternehmen und Social Start-ups den Fokus ihres Unternehmenszwecks auf die Lösung gesellschaft licher Herausforderungen legen.2Sie verfolgen ökologische und soziale Ziele mit marktorientierten Mitteln und bieten nachhaltige Produkte und Dienstleistungen an.3Allein bei den Start-ups zähl ten sich laut dem Deutschen Start Up Monitor 2022 29 Prozent zum gemeinwohlorientierten Unternehmertum.
Zum Nachweis ist auf entsprechende Nachfrage der ausschreibenden Stelle und unter Gewährleistung des Schutzes der personenbezogenen Daten eine entsprechende Listung der mitarbeitenden Personen vor zulegen, aus der die jeweiligen Gründe für eine Zuordnung zu diesen Personengruppen erkennbar sind.
Informationen und Verzeichnisse über bevorzugte Bieter
Bestandslisten über bevorzugte Bieter, welche Produkte und Dienstleistungen anbieten, sowie weitere Informationen finden sich in folgenden Verzeichnissen:
1Die Tätigkeitsbereiche sind dabei vielfältig – sie alle eint, dass für ihre Unternehmen eine positive gesellschaftliche Wirkung vor der Maximierung des monetären Gewinns steht.2Häufig entstehen
• Werkstätten für Menschen mit Behinderung und deren Produkte und Dienstleistungen sowie anerkannte Blinden
190 Hierdurch kann beispielsweise sogenannten „anderen Leistungsanbietern“ im Sinne des § 60 SGB IX die Teilnahme am Vergabeverfahren erleichtert werden.2Diese bieten, als Alternative zu Werkstätten für Menschen mit Behinderung, eine Beschäftigung für Menschen mit Behinderung an, um mehr Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen (REHADAT, Link: Andere Leistungsanbieter nach BTHG | REHADAT-Adressen).