Nachhaltigkeitsleitfaden HH
4.1 Zirkularität, Ressourcenschonung und Langlebigkeit von Produkten – PDF-Seite 37
4.
4 ANFORDERUNGEN AN DIE ÖKOLOGISCHE NACHHALTIGKEIT
1globaler Lieferketten gezeigt.2Auch sind die effiziente Nutzung und Wiederverwendung von Ressourcen relevante Hebel zur Einsparung von Kosten.3In einer zirkulären Wirtschaft werden Produkte (Güter und Dienstleistungen), Verfahren, Geschäfts modelle, Konsummuster und gesellschaftliche Handlungsweisen ganzheitlich überdacht.4Durch Berücksichtigung von zirkulären Design-Kriterien werden Produkte von vornherein so gestaltet, dass ein Minimum an Primärressourcen eingesetzt wird, eine effektivere und bessere Nutzung durch Langlebigkeit, Reparatur fähigkeit, Modularität und Wiedernutzung möglich ist.5Außerdem wird gleich mitgedacht, was passiert, wenn Güter nicht mehr ge braucht werden.6Durch die Berücksichtigung dieser Kriterien in der öffentlichen Beschaffung werden nachhaltige Produkte und Geschäftsmodelle unterstützt.
1Die einleitenden Ausführungen in Kapitel 1 zeigen bereits, dass es sich bei der ökologischen Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung der FHH um eine vieldimensionale Herausforderung handelt.2Dabei kann es im konkreten Einzelfall immer wieder zu Zielkonflikten zwischen den unterschiedlichen Dimensionen der Umweltbelastung kommen (zum Beispiel zwischen Energieeffi zienz und materialschonend verlängerter Produktnutzung), die Abwägungsprozesse notwendig machen und die selbst wissen schaftlich betrachtet nicht abschließend zu klären sind.21
Die folgenden Abschnitte gelten ebenfalls für Produkte, die nicht explizit und spezifisch in diesem Nachhaltigkeitsleitfaden erwähnt sind.
4.1.1 Prüfung einer verlängerten Produktnutzung
1In die Herstellung von Produkten fließen regelmäßig Energie- und Materialressourcen ein, die selbst bei einem sehr hochwertigen Recycling nur zu einem kleinen Teil für eine erneute Nutzung zurückgewonnen werden.2Daneben sind die vielfältigen Produk tions- und Transportprozesse der Herstellung regelmäßig mit vielen weiteren nicht umkehrbaren Umweltbelastungen wie etwa
14.1 ZIRKULARITÄT, RESSOURCENSCHONUNG UND LANGLEBIGKEIT VON PRODUKTEN Weltweit werden Rohstoffe knapper, immer wertvoller und sollten nicht verschwendet werden.2Diverse Krisen haben die Anfälligkeit
21 So handelt es sich bei der Abwägung zur Priorisierung von umweltbezogenen Schutzgütern (wie etwa zwischen Biodiversität und Emissionsschutz) letztendlich nicht um wissenschaftlich objektivierbare Entscheidungen, sondern um gesellschaftliche Wertsetzungen.